Beziehung(en) alternativ denken
Eine Beziehung zu öffnen ist selten ein einzelner Moment. Es ist ein Prozess, der meistens mit einer Frage beginnt ("Wäre das etwas für uns?"), dann über erste Gespräche führt, über konkrete Vereinbarungen, über erste Erfahrungen – und sehr oft über die ersten Konflikte, die sichtbar machen, was vorher noch nicht da war.
Was viele unterschätzen: Die eigentliche Arbeit beginnt nicht beim Öffnen, sondern beim Hinschauen. Bevor eine weitere Person ins Spiel kommt, ist es sinnvoll zu verstehen, welche Erwartungen, Ängste und inneren Bilder jede:r von euch mitbringt. "Geht das überhaupt?" ist selten eine Frage der Liebe, sondern meistens eine Frage der verinnerlichten Landkarte – und die ist bei den meisten von uns auf Monogamie geeicht.
Themen, mit denen Paare und Polycules zu mir kommen, sind zum Beispiel:
Eifersucht und Verlustangst – nicht als Defekt, sondern als Signal für etwas, das Aufmerksamkeit braucht
Vereinbarungen, die in der Realität nicht halten – weil sie unter Druck, in Eile oder aus Angst entstanden sind
Ungleichgewicht beim Dating – wenn ein Partner deutlich schneller Anschluss findet als der andere
Konflikte mit dem Umfeld – Familie, Freunde, Kinder, die mit der Lebensweise hadern
Strukturen in Polycules – Absprachen zwischen mehreren Beziehungen, Zeit, emotionale Kapazität
Ich begleite euch einzeln, als Paar oder in der Gruppe dabei, diese Themen nicht als Scheitern, sondern als Material zu verstehen. Mein Ansatz ist nicht wertend – ob ihr monogam, offen, poly oder etwas ganz anderes lebt, ist mir gleich, solange es für alle Beteiligten stimmt. Wichtig ist mir, dass die Muster, die wir alle verinnerlicht haben, sichtbar werden, damit ihr bewusst entscheiden könnt, was ihr behalten wollt und was nicht.
Für Polycules biete ich auf Anfrage eigene Formate an – von moderierten Strukturworkshops bis hin zu längerfristiger Begleitung einzelner Dyaden innerhalb des Netzwerks.